Auf einzigartige Weise hat auch in diesem Jahr die Gemeinde Auferstehung Christi ihren Namenstag begangen und so Auferstehung greifbar gemacht. Bereits eine Stunde vor Beginn waren die Männer beschäftigt, das Feuer anzufachen. Am Nachmittag hatten Kirchengemeinderäte den Festsaal für den Abend vorbereitet, die Ministranten hatten geübt, damit jeder Schritt in dieser vielschichtigen Liturgie wirkt, Lisa Hummel hatte mit den Mädchen der Kantorei eingängige und anspruchsvolle Lieder geprobt, Gemeindeglieder hatten ihre Kerzen vom letzten Jahr herausgesucht und die Lose bereitgelegt. So konnte die Feier beginnen als ein Lob an das Leben. Pfarrer Timo Weber leitete die eindringliche Feier ohne spektakuläre Schnörkel und ließ gerade dadurch die Festlichkeit und das Besondere zu Tage treten. Die Sängerinnen der Mädchenkantorei begleiteten von der Orgelempore aus den Gottesdienst in der schlichten Kirche, die die Mesnerin liebevoll geschmückt hatte. Das Leben als ein Zusammenspiel und Miteinander vieler verschiedener Akteure, das verkündete in Wort und Tat dieser Abend. Nach der Messe ging es im Gemeindesaal schnell zum zweiten Teil des Festes. Eine Fülle bunter Eier, Hefekranz und Waffeln waren vorbereitet worden, doch der Höhepunkt thronte hinten im Saal in Form von insgesamt 6 Kilogramm Schokolade, verteilt auf drei prachtvolle Eier, für die Mitglieder der italienischen Gemeinde bis nach Villingen auf die Suche gegangen seien. „Es ist gar nicht so einfach, welche zu finden“, so Romina Karolewski in ihrer Ankündigung. Als die Auslosung begann und der junge Glücksbote in den Beutel mit den Losen griff, waren auf den Tischen die gekauften Lose feinsäuberlich aufgereiht, um es nicht zu verpassen, sollte das eigene gezogen werden. So fanden die drei Eier auch bald ihre neuen Besitzer, welche sie stolz an ihren Platz trugen. Da die Hauptgewinnerin, eine ältere Dame, nach dem Gottesdienst nach Hause gegangen war, konnte das 3kg-Ei auch nicht unter allen aufgeteilt werden. Deshalb stellten alle Vermutungen an, wie 30 Tafeln Schokolade wohl vertilgt würden. „Sie werde hoffentlich nicht unter Diabetes leiden“, scherzten manche. Tief in der Nacht ging das Fest zu Ende, in einer kriegerischen Zeit eine Oase des Miteinanders und geteilten Lebens.