BAROCK IN HEILIG KREUZ GESTERN UND HEUTE 

(hil) Im Anschluss an die diesjährige Jahreshauptversammlung des Fördervereins Münsterbauhütte e.V. am 13. November 2026 ab 19 Uhr im Katholischen Gemeindehaus in der Waldtorstraße erwartet die Besucher ein Vortrag ganz besonderer Art. Wolfgang Vater, bekannt durch seine zahlreichen Veröffentlichungen in den Rottweiler Heimatblättern, wird einen heute kaum noch wahrgenommenen Abschnitt in der Geschichte des Münsters beleuchten, nämlich die Phase des Barock. Sie ist nach der Regotisierung der Kirche in der Mitte des 19. Jahrhunderts durch Karl Alexander Heideloff bis auf wenige Reste verschwunden. Prominentestes Relikt des Barocks ist die kunstvolle Kanzel von Heilig Kreuz. Aber auch die Kirchenstuhlwangen, die Fastentücher und der Valentinsaltar im Nordschiff zeugen noch von der einstigen Barockausstattung. Über diese noch immer im Münster befindlichen Spuren des Barocks hinaus hat sich Wolfgang Vater auf die Suche nach weiteren Überbleibseln der barocken Münsterausstattung gemacht, die sich heute in Hochmössingen und Schenkenzell befinden. Anhand von hochinteressantem und teilweise noch nie gezeigtem Bildmaterial wird beispielsweise ein Fastentuch aus der Passion zu sehen sein, auf dem der römische Statthalter Pilatus als türkischer Sultan dargestellt ist.

Pilatus wäscht sich die Hände (Fastentuch im Heilig-Kreuz Münster)
Foto: Berthold Hildebrand