Von Berthold Hildebrand

Der sechste Sonntag in der Fastenzeit ist der Palmsonntag. Für die Christen beginnt damit die Heilige Woche, die stille Woche, die Karwoche. Christen gedenken des Leidens und Sterbens Jesu am Kreuz.

Kinder stehen mit ihren Palmen um den Altar

Evangelische und katholische Christen erinnern an diesem Tag an den Einzug Jesu in Jerusalem. Er ritt auf einem Esel und wurde vom Volk als Friedenskönig jubelnd empfangen mit den Worten „gesegnet sei, der kommt im Namen des Herrn, der König Israels.“ (Joh. 12) Viele Menschen breiteten ihre Kleider aus, rissen Zweige von den Büschen und Bäumen ab, darunter auch Palmen und legten sie auf den Weg. Auch heute noch begrüßen wir Jesus mit sog. „Palmen“. Zahlreiche Kinder brachten ihre kunstvollen, mit Buchs, Thuja und Eibenzweigen sowie Eiern und farbigen Bändern geschmückten „Palmen“ vors Münster, wo sie wegen der Bauarbeiten in diesem Jahr auf dem Platz vor dem Pfarramt von Pfarrer Jürgen Rieger gesegnet wurden. Unter dem Gesang der Münstersängerknaben zogen die Gläubigen in feierlicher Prozession in die Kirche ein. Pfarrer Rieger erklärte den Kindern den Ablauf der Karwoche und meinte dann, der Jubel des „Hosianna dem Sohne Davids“ beim Einzug in Jerusalem werde bald vom Geschrei des „kreuzige ihn“ abgelöst.

Fotos: Berthold Hildebrand