Pfarrer Timo Weber segnet Nepomuk-Skulptur
Zur Einweihung der Neckarline, dem neuen Wahrzeichen Rottweils, fand mit Pfarrer Timo Weber und Dekan Ulrich Dewitz ein ökumenischer Gottesdienst im gutgefüllten Festzelt auf dem Berner Feld statt. Anschließend wurde die neue Brücke feierlich gesegnet. Dann durften alle Gottesdienstbesucher zusammen mit den beiden Pfarrern in Prozession über die Brücke zum Bockshof gehen. Dort wurde eine Nepomuk-Skulptur enthüllt und von Pfarrer Timo Weber gesegnet. Die Figur hat der Künstler Michael Tomaszus aus Bad Saulgau aus einer Eiche geschnitzt, die im Bockshof für den Brückenbau gefällt werden musste. Projektleiter Roland Haag hat dem früheren Stadtarchivar Winfried Hecht, der inzwischen verstorben ist, auf dessen Bitte versprochen, aus dem Baum einen Heiligen Nepomuk schnitzen zu lassen. Nach der Legende, die zur späteren Heiligsprechung des Johannes Nepomuk führte, entsprang sein Streit mit König Wenzel IV. dem Ansinnen des Königs, Nepomuk solle das Beichtgeheimnis brechen. Demnach habe der Priester dem König nicht preisgeben wollen, was dessen von Wenzel der Untreue verdächtigte Frau ihm anvertraut hatte. Deshalb habe Wenzel ihn foltern und anschließend 1393 von der Prager Karlsbrücke ins Wasser stürzen lassen. Seine Attribute sind das Kreuz und den Finger auf den Mund.
Pfarrer Weber segnet St. Nepomuk an der Hängebrücke
Foto: Berthold Hildebrand


