Familiengottesdienst mit der Eule Helena

Ökumenischer Weltsgebetstag in Rottweil

Die Münsterorgel wird derzeit generalüberholt

Von Berthold Hildebrand

Die große Klais-Orgel im Heilig-Kreuz Münster ist inzwischen 59 Jahre alt. Schon vor Jahren konnte man lesen „leider sind die Jahre an der großen Münsterorgel nicht spurlos vorbeigegangen: eine längst überfällige Reinigung und Generalüberholung steht an, auch ist unter anderem die Elektrik veraltet und muss dringend erneuert werden. Diese notwendigen Maßnahmen müssen durch Spenden finanziert werden.“ Dies ist nun durch Erbschaften, Zuwendungen der Münsterbauhütte und sonstige Spenden möglich.

Es ist ein Glücksfall, dass derzeit Orgelbaumeister Christoph Kleemann und der Orgelbauer Justus Wenzel von der Orgelbaufirma Klais aus Bonn in Rottweil sind, um die große Münsterorgel dieser gründlichen Generalüberholung zu unterziehen. Die Wartezeit beträgt nämlich oft mehrere Jahre.

Sie bauen zunächst die 3850 Pfeifen der 52 Register aus. Das sind 270 Pfeifen aus Holz, 146 aus Kupfer und 3434 aus Zinn. Sie müssen alle auf Schäden (Schimmel und Metallkorrosion) geprüft werden. Schimmel gebe es im Münster aber nicht. Jede Pfeife wird von Christoph Kleemann einzeln geprüft und mit dem Mund angeblasen, außer den ganz großen. Mit dem Hämmerchen, seinem wichtigsten Werkzeug, wie er sagt, bearbeitet er die Pfeifen. Das seien wenigstens 3700 Stück. Die Verbindung zwischen den Tasten und den Pfeifenventilen stellt die Spieltraktur her. Sie ist auf der Münsterorgel mechanisch. Welche verschiedenen Register zum Einsatz kommen regelt die Registertraktur. Diese ist wiederum elektrisch. Es sind also ständig Hebel in Bewegung und dazu noch elektrisch gesteuerte Magnete. Dies alles nutzt sich mit der Zeit ab, funktioniert nicht mehr richtig oder fällt ganz aus. Auf vier Manualen mit jeweils 54 Tasten stehen im Hintergrund für jeden Ton 58 verschieden klingende Pfeifen zur Auswahl. Dazu kommen noch 30 Pedaltasten für die Füße. Der Weg des Windes vom elektrisch angetriebenen Blasebalg bis zu den Pfeifen ist lang und kompliziert. Inzwischen wurde das Leder der Bälge erneuert. Die Spieltraktur überträgt die Tastenbewegung. Der Druck, den die Organistin auf eine Taste ausübt, wird mechanisch über ein Stangensystem auf die Tonventile in den Windladen übertragen. Die Spiel- und Registertraktatur wird nachjustiert, Verschleißteile werden ersetzt und die Elektrik wird an aktuelle Sicherheitsstandards angepasst. Welche Register gerade im Einsatz sind wird elektrisch über Zugmagnete gesteuert. Die elektronische Speichervorrichtung für Registrierungen (Klangfarben) speichert aber leider nicht mehr. Sie muss ebenfalls erneuert werden. Auch der veraltete Spieltisch wird komplett erneuert, da die gesamte Elektrik im Spieltisch nicht mehr den Sicherheitsstandards entspricht.

Nach Pfingsten hoffen die Orgelbauer mit der Intonation und der abschließenden Generalstimmung beginnen zu können. Das dauert etwa 4 Wochen.

Der Spieltisch und die alte Elektrik sind ausgebaut

Orgelbaumeister Christoph Kleemann bläst eine Pfeife an

Orgelbauer Justus Wenzel arbeitet an der Spieltraktatur

Fotos: Berthold Hildebrand

Gottesdienst mit den Erstkommunionkindern

Pfarrer Jürgen Rieger zelebrierte am 1. Fastensonntag einen feierlichen Gottesdienst, bei dem die Erstkommunionkinder dieses Jahres mit dabei waren. Die Münstersängerknaben unter der Leitung von Mike Krell gestalteten den Gottesdienst musikalisch. Pfarrer Rieger ließ die Kinder den Tisch mit dem weißen Tischtuch decken. Zu einem feierlichen Mahl gehören auch Kerzen. Dann brachten die Kinder Brot und Wein auf den Altar und schließlich noch den Kelch. Er erklärte ihnen, dass diese Gaben in den Leib und das Blut Christ verwandelt werden. Beim Vater unser und bei der Wandlung versammelten sich die Kinder um den Altar.

Die Erstkommunionkinder versammeln sich um den Altar

Foto: Berthold Hildebrand

Gottesdienst am Aschermittwoch

Gäste am Fasnetssonntag im Münster

Sternsinger sammelten Spenden für Kampf gegen Kinderarbeit

Von Berthold Hildebrand (Text und Foto)

Der Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit steht im Fokus der 68. Sternsinger-Aktion. Mit der Spendensammlung leisten die Jungen und Mädchen einen Beitrag dazu, dass Kinder und Jugendliche in anderen Ländern nicht in Fabriken arbeiten müssen, sondern zur Schule gehen können, sagte der Freiburger Erzbischof Stephan Burger bei der Eröffnung der bundesweiten Aktion.

Im Heilig-Kreuz Münster hat am Sonntag, 4. Januar 2026 Vikar Nico Schmid die 7 Sternsingergruppen mit ihren Sternträgern ausgesandt.

Die Sternsinger der Münstergemeinde waren in den Tagen um Drei König in der Innenstadt unterwegs, um den Segen in die Häuser zu bringen und für die Hilfe gegen Kinderarbeit Geld zu sammeln. Sie wurden dabei auch von der Sternsinger-AG der Achert-Schule unterstützt. Insgesamt kam die stolze Summe von 8200 Euro zusammen.

Das Licht leuchtet in der Finsternis

Weihnachtsgottesdienste im Heilig-Kreuz Münster

Von Berthold Hildebrand

Die Weihnachts-Gottesdienste im Heilig-Kreuz Münster waren allesamt sehr gut besucht. An Heiligabend hatte die Münstersingschule zum Krippenspiel eingeladen. 30 Kinder der Kleinen Kantorei und Sängerinnen des B-Chores der Mädchenkantorei sangen und spielten das Wachenbuchener Krippenspiel „Gott wird Mensch.“  Seit Anfang Dezember haben sie mit ihrer Leiterin Maxi Fleig und Lisa Hummel das Stück eingeübt. Den musikalischen Part hatte Lisa Hummel. Es war ein modernes Stück.

In der Christmette um 22 Uhr sangen die Münstersängerknaben unter der Leitung von Mike Krell weihnachtliche Motetten und Lieder.

Im Hochamt erklang die Missa brevis in G von Franz Schubert unter der Leitung von Lisa Hummel. Es musizierte das Streichorchester Rottweil zusammen mit dem Münsterchor. Solisten waren Annkathrin Burry und Verena Mink (Sopran), Marcel Raffoul (Tenor) und Sebastian Walser (Bass). Die Orgel spielte Christian Groß.

Pfarrer Jürgen Rieger sagte in seiner Predigt, der Evangelist Johannes erzähle in seinem Evangelium nicht von einer Weihnacht in einer Krippe. Bei ihm gebe es auch keine Hirten, die wegen eines Sterns zu einem Stall kommen, keine Tiere und keine Engel. Er erzähle Weihnachten vielmehr in großen Worten mit den Themen: Licht – Leben – Wort – Fleisch – Herrlichkeit. Rieger sagt, Johannes weiß: Wir brauchen neben der Geschichte des Lukas mit der Krippe und der Beschreibung der Geburt nicht nur schöne und warme Bilder, sondern wir brauchen Hoffnung, die auch schweren Nächten standhält. Johannes beginnt den Evangelientext mit „im Anfang war das Wort…“ und führe uns damit ganz zurück an den Anfang – vor die Schöpfung. Alles, was ist, habe seinen Ursprung in Gott. Und dieses „Wort“ – im Griechischen „Logos“ – sei mehr als Sprache. Es ist und gebe Sinn, Halt und Orientierung. Es geht weiter mit dem Satz „das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst.“ Jeder Mensch kenne Nächte, in denen Sorgen unser Leben schwermachten: Nächte nach einer Diagnose, Nächte voller Konflikte oder Einsamkeit, Nächte, in denen die Zukunft dunkel erscheint. Gerade in diese Dunkelheiten leuchte das Licht Christi hinein. Ein Licht, das stärker sei als jede Finsternis. Und weiter heißt es „er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ Dieser Satz treffe uns: Gott kommt – und nicht alle nehmen ihn auf. Auch heute nicht. Wir verpassten ihn, weil wir meinen, er müsse lauter, offensichtlicher, eindeutiger sein. Dabei komme Gott oft in den kleinen Dingen. Und zum Schluss heißt es „allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden.“ Das sei für ihn der schönste Satz des Evangeliums. Weihnachten heiße: Du bist kein Zufall. Du bist nicht allein. Du bist nicht verloren in dieser großen Welt. Du bist Kind Gottes – gewollt, geliebt, gehalten. Und das gelte nicht nur an Weihnachten, wenn es hell und festlich ist. Es gelte auch morgen – und an jedem Tag danach.

Am Abend beschloss eine feierliche Vesper unter Beteiligung der Männerschola des Münsterchors den Festtag.

Lisa Hummel dirigiert Sänger und Orchester am Weihnachtsmorgen

Foto: Berthold Hildebrand

Nikolaus kam in die Häuser

Besuch des Nikolaus im Münster