Sternsinger sammelten Spenden für Kampf gegen Kinderarbeit

Von Berthold Hildebrand (Text und Foto)

Der Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit steht im Fokus der 68. Sternsinger-Aktion. Mit der Spendensammlung leisten die Jungen und Mädchen einen Beitrag dazu, dass Kinder und Jugendliche in anderen Ländern nicht in Fabriken arbeiten müssen, sondern zur Schule gehen können, sagte der Freiburger Erzbischof Stephan Burger bei der Eröffnung der bundesweiten Aktion.

Im Heilig-Kreuz Münster hat am Sonntag, 4. Januar 2026 Vikar Nico Schmid die 7 Sternsingergruppen mit ihren Sternträgern ausgesandt.

Die Sternsinger der Münstergemeinde waren in den Tagen um Drei König in der Innenstadt unterwegs, um den Segen in die Häuser zu bringen und für die Hilfe gegen Kinderarbeit Geld zu sammeln. Sie wurden dabei auch von der Sternsinger-AG der Achert-Schule unterstützt. Insgesamt kam die stolze Summe von 8200 Euro zusammen.

Das Licht leuchtet in der Finsternis

Weihnachtsgottesdienste im Heilig-Kreuz Münster

Von Berthold Hildebrand

Die Weihnachts-Gottesdienste im Heilig-Kreuz Münster waren allesamt sehr gut besucht. An Heiligabend hatte die Münstersingschule zum Krippenspiel eingeladen. 30 Kinder der Kleinen Kantorei und Sängerinnen des B-Chores der Mädchenkantorei sangen und spielten das Wachenbuchener Krippenspiel „Gott wird Mensch.“  Seit Anfang Dezember haben sie mit ihrer Leiterin Maxi Fleig und Lisa Hummel das Stück eingeübt. Den musikalischen Part hatte Lisa Hummel. Es war ein modernes Stück.

In der Christmette um 22 Uhr sangen die Münstersängerknaben unter der Leitung von Mike Krell weihnachtliche Motetten und Lieder.

Im Hochamt erklang die Missa brevis in G von Franz Schubert unter der Leitung von Lisa Hummel. Es musizierte das Streichorchester Rottweil zusammen mit dem Münsterchor. Solisten waren Annkathrin Burry und Verena Mink (Sopran), Marcel Raffoul (Tenor) und Sebastian Walser (Bass). Die Orgel spielte Christian Groß.

Pfarrer Jürgen Rieger sagte in seiner Predigt, der Evangelist Johannes erzähle in seinem Evangelium nicht von einer Weihnacht in einer Krippe. Bei ihm gebe es auch keine Hirten, die wegen eines Sterns zu einem Stall kommen, keine Tiere und keine Engel. Er erzähle Weihnachten vielmehr in großen Worten mit den Themen: Licht – Leben – Wort – Fleisch – Herrlichkeit. Rieger sagt, Johannes weiß: Wir brauchen neben der Geschichte des Lukas mit der Krippe und der Beschreibung der Geburt nicht nur schöne und warme Bilder, sondern wir brauchen Hoffnung, die auch schweren Nächten standhält. Johannes beginnt den Evangelientext mit „im Anfang war das Wort…“ und führe uns damit ganz zurück an den Anfang – vor die Schöpfung. Alles, was ist, habe seinen Ursprung in Gott. Und dieses „Wort“ – im Griechischen „Logos“ – sei mehr als Sprache. Es ist und gebe Sinn, Halt und Orientierung. Es geht weiter mit dem Satz „das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst.“ Jeder Mensch kenne Nächte, in denen Sorgen unser Leben schwermachten: Nächte nach einer Diagnose, Nächte voller Konflikte oder Einsamkeit, Nächte, in denen die Zukunft dunkel erscheint. Gerade in diese Dunkelheiten leuchte das Licht Christi hinein. Ein Licht, das stärker sei als jede Finsternis. Und weiter heißt es „er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ Dieser Satz treffe uns: Gott kommt – und nicht alle nehmen ihn auf. Auch heute nicht. Wir verpassten ihn, weil wir meinen, er müsse lauter, offensichtlicher, eindeutiger sein. Dabei komme Gott oft in den kleinen Dingen. Und zum Schluss heißt es „allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden.“ Das sei für ihn der schönste Satz des Evangeliums. Weihnachten heiße: Du bist kein Zufall. Du bist nicht allein. Du bist nicht verloren in dieser großen Welt. Du bist Kind Gottes – gewollt, geliebt, gehalten. Und das gelte nicht nur an Weihnachten, wenn es hell und festlich ist. Es gelte auch morgen – und an jedem Tag danach.

Am Abend beschloss eine feierliche Vesper unter Beteiligung der Männerschola des Münsterchors den Festtag.

Lisa Hummel dirigiert Sänger und Orchester am Weihnachtsmorgen

Foto: Berthold Hildebrand

Nikolaus kam in die Häuser

Besuch des Nikolaus im Münster

1500 EURO gespendet

Die Frauen und Männer vom Wohnviertelapostolat der katholischen Gemeinden Auferstehung-Christi und Heilig-Kreuz in Rottweil haben während des Jahres den Weihnachtsbrief, die Wahlunterlagen für die Kirchengemeinderatswahl sowie die Unterlagen zur jährlichen Caritassammlung ausgetragen. Dadurch hat die Kirchengemeinde Portogebühren gespart. Dieser Betrag wurde nun bei einer Adventsbesinnung je zur Hälfte an den Ambulanten Hospizdienst der Malteser und an das Soziale Zentrum Spittelmühle gespendet.

 

Übergabe der Schecks über jeweils 750,00 Euro an Alexander Schiem (links) von der Spittelmühle und Daniela Weiss von den Maltesern (rechts). Für die Spender im Bild Pfarrer Timo Weber, Lilo Hildebrand und Dagmar Hezel.

Foto: Berthold Hildebrand

Christliche Kirchen eröffnen den Advent

Mit einer feierlichen ökumenischen Andacht haben die christlichen Kirchen in der Predigerkirche Rottweil den Advent eröffnet. Mit Psalmen, Liedern, Lesungen und Fürbitten stimmten sie auf die Adventszeit ein. Die Beteiligten auf dem Foto sind von links: Münsterpfarrer Timo Weber, Evangelist Steffen Schanz von der neuapostolischen Kirche, Diözesanbischof Dr. Klaus Krämer, Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl, Petra Müller, Dorothee Kadelbach, Nina-Marie Strasser, Sabine Winzenried und Dekan Ulrich Dewitz. (hil)

Foto: Berthold Hildebrand

Hier eine Zusammenfassung der Predig von Bischof Dr. Krämer

Aus: Ökumenische Adventseröffnung 2025: Die Hoffnung stark machen: Diözese Rottenburg Stuttgart

Über Konfessionsgrenzen hinweg

In seiner Predigt würdigte Bischof Dr. Krämer die Predigerkirche als „Ort der Ökumene“. Er nannte es ein „starkes ökumenisches Zeichen“, dass dort seit rund einem Jahr eine Kopie der „Madonna von der Augenwende“ steht. Die Marienstatue – deren Original sich im katholischen Heilig-Kreuz-Münster Rottweils befindet und die an die Fürsprache Marias erinnert, der die Rettung der Stadt am Ende des Dreißigjährigen Krieges vor den heranrückenden feindlichen Truppen zugeschrieben wird – sei so wieder an ihren ursprünglichen historischen Platz in der einstigen katholischen Kloster- und heutigen evangelischen Stadtkirche zurückgekehrt. So sei die evangelische Predigerkirche ein Ort, der über die Konfessionsgrenzen hinweg verbindet, und vor allem sei die Kirche ein Hoffnungsort, der in Stunden der Not Kraft, Zuversicht und Hoffnung gab, erinnerte Bischof Dr. Krämer und hielt fest, dass es gerade in unserer Zeit, in der angesichts dessen, was wir tagtäglich erleben, viele Menschen die Hoffnung zu verlieren drohten, es mehr sei als „billiger Zweckoptimismus“, die Hoffnung stark zu machen.

Den richtigen Weg

Und der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart hielt fest: „Unsere Hoffnung gründet in Jesus Christus, dem Menschensohn, der von Maria geboren wurde – sie richtet sich immer wieder von Neuem auf ihn, weil wir als Christinnen und Christen bekennen, dass er als der Sohn Gottes in der Wirklichkeit Gottes angekommen ist – und diese Hoffnung gibt uns die innere Kraft, unsere Augen nicht vor den Nöten und Bedrängnissen unserer Zeit zu verschließen, sondern sie anzunehmen und ihnen zu begegnen, weil wir darauf vertrauen, dass uns Jesus Christus gerade in Zeiten der Bedrängnis in besonderer Weise nahe ist, dass er uns begleitet und stärkt auf unserem Weg und dass er uns den richtigen Weg weist.“

Für die Armen und die Bedrängten

Dabei wisse die Hoffnung um die Bedrohungen, denen unser Leben immer wieder ausgesetzt ist. „Hoffnung wächst in der Bedrängnis“ – das habe schon der Apostel Paulus gewusst und das hätten die Menschen in Rottweil am Ende des Dreißigjährigen Krieges in der Stunde der Bedrohung erfahren, sagte Bischof Dr. Krämer. Hoffnung sei auf ein Ziel ausgerichtet, das über diese Welt hinausweist, und die adventlichen Texte der Bibel stellten uns dieses Ziel vor Augen, indem sie über die Liebe Gottes zu den Menschen sprechen. „Gottes barmherzige Liebe ist das große Ziel, auf das unser Leben ausgerichtet ist. Diese Liebe will unsere Welt verändern und erneuern – und das nicht erst am Ende der Tage, sondern im Hier und Jetzt. Wir Christinnen und Christen sind aufgefordert, uns für die Armen und die Bedrängten einzusetzen, uns für sie stark zu machen, ihre Anwälte zu sein und ihnen nahe zu sein, sie nicht von oben herab zu behandeln, sondern ihnen auf Augenhöhe zu begegnen, weil uns in ihrem Antlitz Jesus Christus selbst anblicken möchte – deswegen tun wir gut daran, sie mit Respekt und Liebe zu behandeln. Papst Leo spricht davon, dass wir sie annehmen sollen und dürfen, weil sie ‚zur Familie gehören‘“, sagte der Bischof in seiner Predigt.

Zeit voller Sehnsucht und Nachdenklichkeit

Landesbischof Gohl hatte zu Beginn des ökumenischen Gottesdienstes in seiner Begrüßung festgestellt: „Der Advent ist eine Zeit voller Sehnsucht und auch Nachdenklichkeit. Unsere Traurigkeiten, unser Schmerz, unsere tiefen Fragen. Die Seele sucht Trost. Als Kirche, als Kirchen wollen wir Orte des Trostes sein und der Ermutigung. Seelsorge ist die Muttersprache der Kirche. Sie verbindet uns über Konfessionsgrenzen hinweg.“

 

34 junge Christen ließen sich firmen

Von Berthold Hildebrand

Am vergangenen Wochenende ließen sich 34 junge Christen aus den Gemeinden Auferstehung-Christi und Heilig-Kreuz vom emeritierten Bischof Dr. Gebhard Fürst im Heilig-Kreuz Münster in Rottweil als Bestätigung ihres Glaubens das Sakrament der Firmung spenden.
Der Gottesdienst stand wie auch die ganze Vorbereitungszeit unter dem diesjährigen Motto des Bonifatiuswerkes „Baustelle des Lebens“. Seit September bereiteten sich die Jungen und Mädchen auf dieses Fest vor. Drei ehrenamtliche Mitarbeiter*innen haben sie dabei in mehreren Firmzirkeltreffen zu verschiedenen Themen begleitet. Einige wenige Jugendliche haben an der Taizéfahrt in den Herbstferien teilgenommen und dort eine besondere Stärkung und Vorbereitung auf die Firmung erlebt.
Die Jugendlichen gestalteten den Gottesdienst ganz nach dem Motto „Baustelle des Lebens.“ In den Fürbitten brachten Sie einen Baustein zum Altar, er stehe für das was ihnen wichtig sei im Leben. Ein Bauhelm biete Schutz, ein Zementsack stehe für Halt und Sicherheit, ein Werkzeug für Hilfe und Unterstützung. Ein Bauplan symbolisierte Ziele und Wege und ein Wohnungsschlüssel stand für die ewige Wohnung bei Gott. Im Bild der Baustelle stecke auch eine kreative Schaffenskraft sowie der Mut, Neues anzupacken und Zukunft zu bauen – mit lebendigen Steinen, sagte der Bischof in seiner Predigt. Der Geist Gottes gebe ihnen dazu die Kraft.
Der Gottesdienst wurde von der SE-IV-Band musikalisch begleitet.

 

Die Firmlinge mit dem Bischof
Foto: Berthold Hildebrand

„St. Martin mit dem Schwerte teilt‘ den warmen Mantel unverweilt“

„St. Martin mit dem Schwerte teilt‘ den warmen Mantel unverweilt“

Von Berthold Hildebrand

Zu einer Martinsfeier hat die Katholische Kirchengemeinde Heilig-Kreuz am Martinstag eingeladen. Weil der Münsterplatz eine Großbaustelle ist, kam Sankt Martin vor das Alte Rathaus in die Obere Hauptstraße. Sankt Martin ist wohl der bekannteste Heilige, dessen Botschaft man schon kleinen Kindern verständlich machen kann: das Teilen mit den Bedürftigen.

Alle warteten voller Spannung auf den Heiligen Martin. In einem großen Kreis standen die vielen Kinder mit ihren selbstgebastelten Laternen vor dem Rathaus. Zuvor begrüßte Gemeindereferentin Sigrun Mei die Anwesenden. Ein besonderer Gruß galt den Kindern vom Kindergarten Auf der Brücke mit ihren Erzieherinne unter der Leitung von Frau Sonia Lepre. Der Gesang wurde begleitet von der Jugendkapelle unter der Leitung von Johannes Nicol. Dann erzählte sie die Bibelstelle, wo Jesus sagte:“ Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich war durstig, und ihr gabt mir zu trinken. Ich war ein Fremder, und ihr habt mich in euer Haus aufgenommen.“ Auf die Frage, wo sie das getan haben sagte Jesus: „Was ihr für einen der Geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan.“ Nach dieser Geschichte kam der von allen sehnsüchtig erwartete Sankt Martin (Gerhard Hipp aus Dietingen) als römischer Soldat, golden gerüstet, mit rotem Waffenrock und einem Helm mit Helmbusch hoch zu Ross auf seiner Schimmelstute „Gloria“ vor das Rathaus geritten, wo ein Bettler (Daniel Enzmann) frierend auf der Straße saß. Als Martin auf ihn aufmerksam wurde, ließ er sein Pferd anhalten, zückte das Schwert und zerschnitt seinen Mantel. Er stieg ab, ging auf den Bettler zu und legte ihm den Mantel um. In diesem Moment war es in der Oberen Hauptstraße mucksmäuschenstill. Die Augen der Kinder strahlten.

Mit einem „Vater unser“ und dem Segen wurden die Anwesenden entlassen, durften aber mit dem Heiligen Martin noch einmal in einem Laternenumzug ums Quartier gehen. Am Ende wollten alle noch von ganz nahe den Heiligen Martin und seine Schimmelstute „Gloria“ sehen. Die Jugendfeuerwehr unter der Leitung von Philipp Rebmann sorgte für Sicherheit und Ordnung auf der Straße und auf dem Umzugsweg. Mit Punsch für die Kleinen und Glühwein für die Großen luden die Ministranten anschließend noch zum Verweilen ein.

Sankt Martin zerschnitt seinen Mantel und gab eine Hälfte dem Bettler

Foto: Berthold Hildebrand

Sankt Martin Basar 2025

Hubertusmesse der Kreisjägervereinigung im Münster

Von Berthold Hildebrand

Die Kreisjägervereinigung Rottweil mit den Hegeringen Dornhan, Oberes Kinzigtal, Oberndorf, Rottweil, Schramberg und Sulz feierte ihre diesjährige Hubertus-Messe im Heilig-Kreuz-Münster in Rottweil.

Im festlich geschmückten Gotteshaus waren schon früh fast alle Plätze besetzt.

Das Team um Hegeringleiter Matthias Oettle hat für eine stimmungsvolle Deko in der Kirche gesorgt. Der Chorraum des Münsters war mit Bäumen geschmückt. Ein mächtiges Hirschgeweih mit Kreuz war vor dem Chor aufgebaut. Es erinnerte an die Legende, die dem Heiligen Hubertus zugeschrieben wird. Bei der Jagd war ihm ein Hirsch erschienen, der im Geweih ein strahlenumwobenes Kreuz trug. Vikar Nico Schmid hat die Messe zelebriert, die von den Parforcebläsern des Hegerings unter der Leitung von Eugen Schuler musikalisch begleitet wurde. Parforcehörner werden sonst vor allem zum Blasen von Jagdsignalen verwendet.

Der 3. November ist Hubertustag. Der Heilige Hubert von Lüttich, selber Jäger, sah in allen Wesen Geschöpfe göttlichen Ursprungs. Diese Grundhaltung ging als „Waidgerechtigkeit“ in die Verhaltensgrundsätze der Jäger ein. Die Hubertusmesse ist ihr Erntedankfest. Vikar Schmid beendete seine Predigt mit einem Jägerlied, das seiner Meinung nach das zum Ausdruck bringe, was Jesus und in seiner Spur der Heilige Hubertus uns allen als Auftrag gegeben habe. In dem Lied „Waidmannsheil“ formulierte Oskar von Riesenthal folgendes: „Das ist der Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild, waidmännisch jagt, wie sich`s gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt.“

Die Parforce-Bläsergruppe des Hegerings beim Gottesdienst im Münster

Foto: Berthold Hildebrand