Franziskus von Assisi – zum 800. Todestag 2026

Der Marienaltar ist ein Blickfang im Nordschiff des Heilig-Kreuz-Münsters in Rottweil. Im Zentrum des neugotischen Gesamtwerkes aus dem 19.Jh. steht die Madonna (um 1480), die aus der profanierten Predigerkirche 1802 ins Münster kam. Auf den beiden spätgotischen Altarflügeln (um 1480), die im Kunsthandel erworben wurden, sind Szenen aus dem Leben des Hl. Franziskus (11821/82 -3.10. 1226) zu sehen.

Rechts ist sein Tod dargestellt. Links wird gezeigt, wie er die Wundmale Christi empfängt. Sein Freund Thomas von Celano (um 1190 bis 1260) beschreibt, wie sich Franz am Berg Alverna aufhielt und in einer Vision Jesus am Kreuz sah, gehalten von den sechs Flügeln eines Seraph. „Auf einmal begannen an seinen Händen und Füßen die Spuren von Wunden sichtbar zu werden.“ Auch seine rechte Seite zeigte eine Wunde. Dieses außergewöhnliche Ereignis führte noch mehr dazu, dass Franziskus in der Nachfolge Christi gesehen wurde. Rechts unten sitzt ein staunender Franziskaner als Zeuge des Geschehens, im Bedeutungsmaßstab kleiner dargestellt.

Die Gewänder alle Franziskaner sind grau, nicht wie später braun. Und alle haben eine Tonsur, einen schmalen Haarkranz als Zeichen der Demut. Auf dem rechten Flügel ist Franziskus schräg vom linken bis rechten Bildrand liegend sichtbar. Kurz vor seinem Tod hat er seinen „Sonnengesang“, den Lobpreis auf die ganze Schöpfung, mit einer Strophe ergänzt: „Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, den leiblichen Tod….“ Für ihn war der Tod nicht das Ende, sondern der Übergang zu neuem Leben bei Gott.

Franz ist umgeben von seinen Ordensbrüdern, manche ins Gebet versunken. Menschen, die farbig gekleidet sind, nähern sich von links. Einer ergreift die Hand von Franz in ehrfürchtiger Verneigung. Ein Priester in rotem Rauchmantel liest aus einem Lektionar. Im Hintergrund zeigt ein Bruder mit erhobenem Arm nach oben, wo zwei kleine Engel die Seele von Franziskus in den Himmel geleiten. Golden ist dieser Himmel dargestellt als Zeichen für das überirdische Licht Gottes. Celano überliefert, dass Franziskus vor seinem Tod die Mitbrüder segnete und sagte: „Ich habe das Meine getan, was euer ist, möge euch Christus lehren.“

Text und Bild: Veronika Heckmann-Hageloch

Zwei freudenreiche musikalische Tage im Heilig-Kreuz-Münster

Von Berthold Hildebrand

Dieses Wochenende wird den Besuchern noch lange im Gedächtnis bleiben. Der Anlass war die offizielle Einweihung der großen Klais-Orgel nach ihrer aufwendigen Restauration. Es war aber nicht nur ein Fest der Musik, sondern auch ein Fest der Gemeinschaft. Der Münsterchor hatte die Freunde aus Brugg zu Gast und die Freude in der Gemeinde war groß, als der neue Vikar Sebin Joseph begrüßt wurde.

Konzert mit dem Kammerorchester

Konzert mit dem Bläserensemble

Am Samstagabend war das Münster beim Eröffnungskonzert gut gefüllt. Die Orgel mit ihrem frischen und farbigen Klang stellte Lisa Hummel mit Präludium und Fuge in Es-Dur BWV 552 von J.S. Bach vor. Ein festlicher Ton und ein stabiles Fundament waren bei der Improvisation über das Rottweiler Marienlied, gespielt von Christian Groß, zu hören. Präsent war die Orgel auch bei den beiden Stücken für Orgel und Blechbläser, gespielt vom Blechbläserensemble der Stadtkapelle unter der Leitung von Johannes Nicol. Und beim Konzert g-Moll von Francis Poulenc war die Orgel brillant und strahlend in Verbindung mit dem Kammerorchester unter der Leitung von Lisa Hummel zu hören. Die Pauke spielte Elias Mink. Am Ende bedankte sich Pfarrer Weber bei den anwesenden Orgelbauern, die 9 Monate an dem Instrument gearbeitet haben.

Pfarrer Weber erteilt den Segen mit dem Kreuzpartikel

Am Sonntag feierte die Gemeinde ihr Patrozinium, das Titularfest „Kreuz Erhöhung.“ Der Ursprung des Festes liegt im Jahr 335 in Jerusalem. Damals wurde am 13. September die Grabeskirche über dem überlieferten Grab Jesu eingeweiht. Am darauffolgenden Tag wurde den Gläubigen zum ersten Mal das dort aufgefundene Kreuzesholz feierlich gezeigt, „erhöht“, und zur Verehrung dargeboten.

Der Chor aus Brugg und der Münsterchor singen gemeinsam die Mozartmesse am Titularfest 2026

 

Der Gottesdienst wurde musikalisch besonders festlich gestaltet. Beim Einzug erklangen feierliche Fanfarentöne, gespielt von Volker Braun. Vom Mittelgang aus segnete Pfarrer Timo Weber die renovierte Orgel.  Der Münsterchor hatte seine Freunde vom Katholischen Kirchenchor Brugg-Windisch aus der Partnerstadt Brugg in der Schweiz zu Gast. Gemeinsam sangen sie die Missa brevis in G, KV 140 von W.A. Mozart. Sie wurden vom Streichorchester Rottweil unter der Gesamtleitung von Lisa Hummel begleitet. Die Orgel spielte Christian Groß.

Münsterpfarrer Timo Weber zelebrierte die Messe zusammen mit dem neuen Vikar Sebin Joseph Mattappallil, der sich der Gemeinde vorstellte. Die nächsten zwei Jahre wird er zur Ausbildung in der Seelsorgeeinheit IV in Rottweil sein.

Am Ende des Gottesdienstes erteilte Pfarrer Weber mit dem kostbaren Kreuzpartikel aus dem Jahr 1739 den Segen. Am Abend traf sich die Gemeinde noch einmal zu einer Andacht mit Monatsprozession. Mit dabei waren die Vertreter der Zünfte, die zusammen mit Pfarrer Jürgen Rieger mit ihren 30 spätbarocken Laternen in einer langen Prozession durchs Münster zogen. Rieger trug dabei das ebenfalls aus dem Spätbarock stammende Kreuzpartikelostensorium.

 Dank an die drei Orgelbauer

Segnung der Orgel

Fotos: Berthold Hildebrand

 

Neuer Vikar Sebin Joseph in Heilig-Kreuz begrüßt

Von Berthold Hildebrand
Die Seelsorgeeinheit Rottweil IV mit den Gemeinden Heilig-Kreuz und Auferstehung Christi, Sankt Maria Hausen sowie St. Peter und Paul Neukirch hat wieder einen neuen Vikar bekommen. Sein Name ist Sebin Joseph Mattappallil. Er kommt aus Kerala, einem Bundesstaat im Süden Indiens, und ist 31 Jahre alt. Am Sonntag hat er sich im Heilig-Kreuz Münster der Gemeinde vorgestellt und wurde von Pfarrer Timo Weber herzlich willkommen geheißen.
In Indien ist er ins Priesterseminar eingetreten und hat ein Philosophiestudium absolviert. Danach hat er ein einjähriges Praktikum gemacht. Im Jahr 2017 schickte ihn sein Bischof nach Deutschland, wo er am Wilhelmstift in Tübingen die alten Sprachen gelernt hat. Danach hat Sebin Joseph sein Theologiestudium an der Universität Tübingen begonnen und nach fünf Jahren abgeschlossen. Am 15. März 2025 wurde er in Stuttgart zum Diakon geweiht. Danach war er in der Seelsorgeeinheit Marchtal tätig. Am 27. Mai 2026 wurde er schließlich in Indien zum Priester geweiht. Die nächsten zwei Jahre seiner Ausbildung wird Sebin Joseph nun als Vikar in Rottweil verbringen.

Pfarrer Timo Weber heißt Vikar Sebin Joseph herzlich willkommen
Foto: Berthold Hildebrand

40 Jahre Sola

Herzliche Einladung

Freie Stelle für Freiwilliges Soziales Jahr

Bei der Aktion Eine Welt Rottweil gibt es für dieses Jahr noch freie Stellen für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Mit einem Schnuppertag vorab können sich Bewerber ein Bild von den vielseitigen, abwechslungsreichen Aufgaben machen.

Einfach in der Geschäftsstelle unter 0741 6589 oder per Mail an aktion-eine-welt-rw@t-online.de melden.

Sybille Joos

Willkommen im FSJ, Matthias Schneider

Ökumenische Taizefahrt in den Herbstferien

Start in die Firmvorbereitung

Von Kerala zu uns. Herzlich willkommen!