Familien der Heilig-Kreuz- Gemeinde Rottweil unterwegs am Bodensee

Gruppenbild vor der Basilika Birnau (Foto: T. Bippus),

Zu einer Fahrt an den Bodensee mit Familien und Kindern eingeladen hatte die Heilig-Kreuz-Gemeinde Rottweil.

Begleitet wurde die Fahrt von Münsterpfarrer Timo Weber, organisiert und geleitet hatte den Ausflug mit 30 Erwachsenen und Kindern Veronika Heckmann-Hageloch.

Die Klosterkirche Birnau, eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten am See, war die erste Station der Fahrt. Eine kurze Führung ermöglichte es, die Besonderheiten der Birnau zu entdecken, zum Beispiel die Fresken am Gewölbe, die um Maria kreisen. Dort ist ein echter Glasspiegel zu finden, der das wirkliche Licht reflektiert und so die Kirchenbesuchenden im übertragenen Sinn den Lichtstrahl der Liebe Christi auf sich direkt beziehen können. Außergewöhnlich sind auch die Kreuzwegstationen, die plastisch aus der Wand heraustreten, und der berühmte Putto „Honigschlecker“, ein Attribut für Berhard von Clairvaux, der wegen seiner Predigten als „honigfließender Lehrer“ bezeichnet wurde. Die Fahrt führte dann weiter nach Meersburg zur Bibelgalerie, die sich in einem ehemaligen Dominikanerinnen-Kloster befindet, von dem noch Spuren sichtbar sind. Durch zwei Führungen, geleitet durch Frau Pailer und Frau Raff, wurde die Bibel anschaulich erfahrbar. Im Beduinenzelt konnte sich die Gruppe niederlassen und sich in Gesellschaft von Abraham und Sara fühlen. Die Vorführung an der nachgebauten Gutenberg-Presse machte deutlich, dass erst diese Erfindung den Buchdruck in großen Auflagen ermöglichte. Im Garten beim Museum waren „Pflanzen der Bibel“ zu entdecken, ein Feigenbaum zum Beispiel.

In der ausführlichen Mittagspause konnte jeder bei wunderbarem Sonnenschein nach eigenen Interessen Meersburg erkunden und den Bodensee genießen. Nach einer kurzen Fahrt erreichte die Gruppe Billafingen, das zur Seelsorgeeinheit Überlingen gehört. Die kleine Kirche St. Mauritius aus der Zeit der Gotik mit Barock- Altären bildete einen schönen Raum für die Eucharistiefeier, die Pfarrer Timo Weber leitete. An der Orgel begleitete Lutz Schäfer aus Salem. Die Gemeinde war auch durch Fürbitten und durch das Gebet mit einem „Gebetsbildle“ mit Bild von Jesus am Kreuz und Kreuzreliquiar aus dem Rottweiler Münster in den Gottesdienst eingebunden. Ein gemeinsames Abendessen bildete den Abschluss des Tages im „Haldenhof“, hoch über dem Bodensee. „Von Kunst, Kultur und der frühligshaft blühenden Natur erfüllt und begeistert“ sagten viele, seien sie „von einem rundum schönen und abwechslungsreichen Tag“ nach Rottweil zurückgekehrt.


 Gottesdienst mit Pfarrer Timo Weber in der Kirche St. Mauritius in Billafingen (Foto: vhh)

Ergebnis der Kirchengemeinderatswahl in Heilig-Kreuz Rottweil

Ökumenischer Weltgebetstag in Rottweil

Ein vornehmer Narr

Mir Chrischta sind seit Jahrtausend Optimischta

Maria-Angela Mariano wurde zum Taufen beauftragt

Gemeindereferentin Maria-Angela Mariano wurde zum Dienst als außerordentliche Taufspenderin in der Diözese Rottenburg- Stuttgart für die italienische Gemeinde Sacro Cuore di Gesù in Rottweil beauftragt.

Die Beauftragung vollzog im vergangenen November Diözesanadministrator Klemens Stroppel per Dekret, in dem es heißt: „Die Taufe ist die Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche. Durch die Taufe wird einem Menschen zugesagt, dass das Leben unter der Zusage der Liebe Gottes steht. Wenn jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung (2Kor 5,17). Verkünden Sie dieses durch Wort und Tat, durch Katechese und Taufspendung.“

Der Entwurf des Dekrets wurde mit den Gremien der Diözese abgestimmt: dem Diözesanrat, dem Priesterrat, dem Diakonenrat und dem Ordensrat, sowie mit der Frauenkommission, den Berufsverbänden der Pastoral- und Gemeindereferent:innen und deren Mitarbeitervertretung. Es zeigte sich, dass ausnahmslos alle beteiligten Gremien die Taufspendung durch Pastoral- und Gemeindereferent:innen befürworten. Die grundlegende Entscheidung, dass die Diözese die Taufspendung durch Pastoral- und Gemeindereferent:innen einführt, liegt beim Bischof. Aber die grundsätzliche Entscheidung, ob sie in einer Seelsorgeeinheit taufen werden, liegt bei den Räten vor Ort. Die Letztentscheidung, wer konkret beauftragt wird, liegt wiederum beim Bischof.

Die 30 neuen Taufspender und Taufspenderinnen mussten zuvor einen Kurs absolvieren, der sie für diese Aufgabe qualifiziert. Dabei wurden sie unter anderem in die theologische Bedeutung und in die feierliche Liturgie der Taufe eingeführt.

Laut der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist die Beauftragung ein „wichtiges Signal“ für Wandel und Gleichberechtigung in der katholischen Kirche. „Wenn nun Frauen und Männer mit unterschiedlichen Lebenshintergründen die Taufe spenden dürfen und so die unverbrüchliche Liebe Gottes zu uns Menschen zusprechen, wird die Kirche ein Stück authentischer“, sagte Ursula Renner, Vertreterin der Berufsverbände der Gemeindereferent:innen in der Diözese. Gleichzeitig sei es aber nur ein erster Schritt, auf den weitere folgen sollen.

Maria-Angela Mariano tauft zum ersten Mal ein Kind

Foto: Berthold Hildebrand

Firmung in Rottweil bei strahlendem Sonnenschein

Die Sternsinger der Heilig-Kreuz-Gemeinde waren unterwegs

Die Sternsinger der Heilig-Kreuz Gemeinde Rottweil waren in den Tagen um Dreikönig unterwegs und brachten den Segen in die Häuser. Gemeindereferentin Sigrun Mei hat am Samstag, 4. Januar 2025 die Sternsinger in die Familien der Heilig-Kreuz-Gemeinde ausgesandt. Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B*25″ brachten die Mädchen und Jungen in den Gewändern der Heiligen Drei Könige den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen und sammelten für Kinder in Not überall auf der Erde. 2025 steht die Aktion unter dem Motto„Erhebt eure Stimme! Sternsingen für Kinderrechte“. Gleichzeitig warben sie für die Einhaltung der Kinderrechte, denn vieles, was für uns selbstverständlich und normal ist, wurde hart erkämpft und viele Kinder auf dieser Welt träumen von der Wahrung ihrer Rechte.

Am Dreikönigstag, 6. Januar, wurden die Könige im Gottesdienst um 9:30 Uhr mit ihren Gaben zurückerwartet.

Bei dieser Sammelaktion kamen 6784,87 EURO zusammen.

Aussendung der Sternsinger

Foto und Text: Berthold Hildebrand   

Weihnachten: Suchst Du Gott, dann such ihn unten!

Weihnachten: Suchst Du Gott, dann such ihn unten!

Von Berthold Hildebrand

Die Weihnachts-Gottesdienste im Heilig-Kreuz Münster waren allesamt sehr gut besucht. An Heiligabend hatte die Münstersingschule zum Krippenspiel eingeladen. Mitglieder der Kleinen Kantorei und Sängerinnen des B-Chores der Mädchenkantorei sangen und spielten das von Alexandra Böhne verfasste Spiel „Eine große Freude“ unter der Leitung von Elisabeth Kreuzer. Den musikalischen Part hatte Christian Groß.

 

 

Krippenspiel der Kleinen Kantorei und des B-Chores der Mädchenkantorei

Ab 21:30 Uhr haben Verena Mink, Annkathrin Burry (Sopran) zusammen mit Patrick Mink (Cello) und Elias Schneider (Orgel) die Besucher auf Weihnachten eingestimmt.

In der Christmette sangen die Sängerknaben unter der Leitung von Mike Krell weihnachtliche Motetten und Lieder

Im Hochamt an Weihnachten brachte der Münsterchor unter der Leitung von Lisa Hummel Kyrie und Gloria aus der Kleinen Orgelsolomesse von Joseph Haydn und andere weihnachtliche Chorsätze zu Gehör. Die Orgel spielte Christian Groß.

Gottesdienst an Weihnachten

Pfarrer Jürgen Rieger sagte in seiner Predigt, dass die Texte der Christmette ans Herz gingen, am Weihnachtstag uns das Evangelium aber mit harter Theologie konfrontiere. Da stelle sich die Frage: Was bedeutet Weihnachten von Gott her? „Es gibt Orte, von denen ich den Eindruck habe, dass es Gottes Lieblingsorte sind, und die sind unten. Schon viele, die Gott suchten, erlebten eine Überraschung: Sie suchten Gott oben, aber sie fanden ihn unten. Darum: Suchst du Gott, dann such ihn unten!“ Das erlebten die drei Weisen (vgl. Mt 2,1-12): Sie suchten Gott am Hof des Königs. Sie fanden ihn jedoch unten, im Stall, bei Hirten und Vieh. Sie fanden ihn mitten im Alltag einfacher Leute. Auch Franz von Assisi fand Gott unten. Er war der verwöhnte Sohn eines reichen Tuchhändlers aus Assisi. Er gehörte zu den „oberen Zehntausend“ jener Stadt. Selbstverständlich suchte er Gott »oben«. Darum wollte er Karriere machen, wollte Ritter werden, wollte nach oben. Auf dieser Spur fand er Gott nicht. AIs ihm aber ein Aussätziger begegnete, als er vom „hohen Ross“ herunterstieg, den Aussätzigen umarmte und küsste, da fand er Gott: unten, am Boden, im Aussätzigen. Theologisches Fundament für eine solche Umkehr des Denkens sei die Menschwerdung Gottes, über die der Philipperbrief schreibt: »Er war wie Gott – ganz oben – hielt aber nicht daran fest wie Gott zu sein. Er verließ den Himmel, wurde wie ein Sklave – ganz unten – uns Menschen gleich.« (Phil 2,6ff) Das große Glaubensbekenntnis sage das Gleiche in einem markanten Wort: »Für uns Menschen und zu unserem Heil ist er vom Himmel herabgestiegen.« Dieses „herabgestiegen“ sei eine deutliche Bewegung von oben nach unten, vom Himmel zur Erde.

Wenn Gott auch von den Geringsten gefunden werden wolle, müsse er selbst den Durchbruch von oben nach unten vollziehen. Das habe er getan. Darum wurde er Kind »kleiner« Leute, darum wurde er in einem Viehstall geboren, umgeben von einfachen Menschen und Tieren. So könne ihn jede und jeder an seiner Seite finden, auch der, um den „die da oben“ gern einen Bogen machen. Er sei herabgestiegen bis ganz unten an die Seite der Geringsten, dass alle ihn an ihrer Seite finden könnten.

Auf diesem Hintergrund stelle sich die Gretchenfrage: Und wir, seine Kirche? Wo tritt Kirche für die Menschen hier und heute in Erscheinung? Ist sie nicht gern bei denen zu finden, die im Rampenlicht stehen? Es sei gut, wenn die Kirche unten zu finden sei, an der Basis, in der Nähe der Hoffnungen und Nöte, der Tränen und des Lachens der einfachen Menschen. Und es sei gut, wenn die Kirche »denen da unten« etwas zutraue, denn da sei Gott! Unten, an der Basis der Gemeinden und der Kirche, sei viel von Gott zu finden. Jeder müsse sich nun die Frage stellen: Welche Bedeutung hat das Kind in der Krippe für mich? Nehme ich es auf? in mein Leben, in mein Herz, in meine Ängste und Zweifel? „Die Seinen nahmen ihn nicht auf“, warnt Johannes in seinem Prolog, „allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden“ (Joh 1,11.12). An Weihnachten geht es um diese Macht: um die Macht, ein Kind Gottes zu werden. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Macht dieser Welt, sondern bedeutet, Gott in meinem Leben wirken zu lassen. „Dann wird sich die Welt verändern und Weihnachten wird Wirklichkeit für alle Menschen.“

Segen bei der Vesper am Abend des Weihnachtstages

Am Abend beschloss die Männerschola des Münsterchors den Festtag mit einer Vesper.

Fotos: Berthold Hildebrand